Über mich

Meine ersten Trauererfahrungen machte ich mit 14 Jahren als ein Freund gleichen Alters sich suizidierte. Später auf meinem gesamten bisherigen beruflichen Lebensweg (30 Jahre Dienst in einer Blaulichtorganisation) und auch im privaten Umfeld begegnete ich immer wieder diesen Momenten der Ohnmacht, den neuen einschneidenden Lebensübergängen und auch den damit verbunden existenziellen Fragen:

Was bleibt, wenn etwas zerbricht? Wie geht das Leben weiter, wenn sich etwas so grundlegend verändert hat.

Menschen in Krisen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten wurde für mich zu einer Herzensangelegenheit und sinnstiftenden Lebensaufgabe und letztendlich zu meiner Berufung.

 

 

„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt.“

– Gustav Heinemann

Was trägt mich / meine Haltung

Gute Selbstfürsorge sehe ich als Grundlage für meine vielseitigen Tätigkeitfelder. Nur wer mit sich selbst gut in Kontakt bleibt – kann andere Menschen als „stabile Person“ achtsam, emphatisch und heilsam begleiten. Mein Umfeld sagt mir Klarheit, Optimismus, Lebensfreude und Gottvertrauen nach. Das kann ich so bestätigen, ich gehe durch mein Leben mit Freude, Neugier, Demut und einer dankbaren Grundhaltung, die aus meinem christlichen Glauben resultiert. Er ist das Fundament, welches mich trägt.

In Lebensumbrüchen habe ich erleben dürfen, das Glaube kein billiges Vertrösten und kein „Opium“ ist, um den Schmerz zu betäuben, sondern vielmehr die Kraft, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ist – mit allem Schmerz und mit aller Traurigkeit. Leben ist endlich, erst wenn ich alles wahr- und ernstnehme, kann echte Hoffnung entstehen. Als gläubiger Mensch wird mir diese Hoffnung von außen „geschenkt“ – trotz allem was passiert ist. Die Frage ist dann nicht, ob wir an Gott glauben, sondern ob er an uns glaubt und dessen bin ich mir gewiss.

 

Ich begegne Menschen, die zu mir kommen, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit, Weltanschauung oder ihrem persönlichen Hintergrund mit vorurteilsfreier Toleranz, bedingungsloser Wertschätzung und respektvoller Mitmenschlichkeit

Meine Erfahrung - meine Qualifikation

Qualifikationen:

  • 2019 Psychosoziale Begleiterin (Gesprächsführung nach Carl Rogers und CISM)

  • 2021 Qualifizierung zur Sterbebegleiterin

  • 2022-2024 Onlinestudium und Qualifizierung zur Traumafachberaterin und Traumapädagogin (ALH Akademie Köln)

  • 2023-02/2024 Qualifizierung zur Trauerbegleiterin für Suizidhinterbliebene (Trauerinstitut Bonn Chris Paul)

  • 01/2024-12/2024 Qualifizierungskurs „Seelsorge als Begleitung „für Ehrenamtliche“

  • 04/2025-02/2025 Spiritual Care im Ehrenamt Basiskurs für Begleitung am Lebensende

  • 2026 Vertiefungsseminar konstruktive Schuldbearbeitung (Trauerinstitut Bonn Chris Paul)

Praxiserfahrung bis heute:

  • Ehrenamliche Mitarbeiterin bei der Hospizgruppe Überlingen

  • Ehrenamtliche Klinikseelsorge im Heliosspital Überlingen und seelsorgerliche Begleitung von Palliativpatienten.

  • Ehrenamtliche Mitarbeiterin (psychosoziale Fachkraft) bei der Notfallseelsorge Bodenseekreis, Krisenintervention PSNV für Einsatzkräfte, Krisenintervention für Gruppen -und Einzelgespräche